Grappa Brunello handwerklichen Brennerei

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Am Beginn war eine Frau: Maria Marzari

Montegalda, 1840.

Hier fängt die Geschichte der ältesten handwerklichen Brennerei Italiens.

Der Stammvater ist Bortolo Lotto, beliebter und respektierter Mann im Dorf. Im Erdegeschoss des Gebäudes – heute noch Sitzes der Brennerei Brunello – besitzt er ein bruso für die Herstellung der Aquavit, eine Ölpresse und Schwefelmühle, bzw. Arbeiten, die ihm erlauben, neben seiner Frau Teresa im Wohlstand zu leben.

Er hat nur einen adoptierten Sohn, der vorzeitig stirbt. Deswegen wird der Betrieb 1905 von der Schwiegertochter Maria Marzari geerbt, die wegen einer seltsameren verwandtschaftlichen Beziehungen auch seine Urenkelin ist.

Maria ist eine starke Frau: unter den ersten Unternehmerinnen auf der Welt der Grappa, verbessert sie die von ihrem Schwiegervater gelernte Destillationstechnik, indem sie selbst auf dem Destillierkolben arbeitet und Preise und Auszeichnungen bekommt.

Nach dem Tod ihres Mannes, Rinaldo Lotto, verheiratet sie Giovanni Brunello, mit dem sie sieben Kinder hat. Die zwei Söhne, Giandomenico und Antonio, helfen Maria bei der Arbeit in der Brennerei. Erst nach dem Ende des Krieges vereinigen sich die Brüder Brunellos in Montegalda, wo sie das Schicksal der Brennerei in die Hand wiedernehmen.